Was bedeutet 100 % Ökostrom?

„100 % Ökostrom" steht heute auf fast jeder Stromrechnung in Österreich. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Und vor allem: Kommt da wirklich nur Strom aus Wasserkraft, Wind und Sonne aus deiner Steckdose? Hier die ehrliche Antwort.

Die kurze Wahrheit zuerst

Strom ist eine Mischung. Im europäischen Stromnetz fließen alle Stromarten zusammen – Wasserkraft aus Norwegen, Windenergie aus Norddeutschland, Solarstrom aus Italien, manchmal eben auch Strom aus einem Gaskraftwerk. Was bei dir aus der Steckdose kommt, ist physikalisch immer eine Mischung. Niemand kann elektrische Elektronen markieren und gezielt einer bestimmten Wohnung zuordnen.

„100 % Ökostrom" ist deshalb keine physische Garantie, sondern eine bilanzielle Zusage. Was heißt das? Der Anbieter verpflichtet sich, für jede Kilowattstunde, die du verbrauchst, gleichzeitig eine Kilowattstunde aus erneuerbaren Quellen ins Netz einspeisen zu lassen. Insgesamt – über alle Kunden – entspricht die erneuerbare Erzeugung dem Verbrauch.

Wie funktioniert das mit den Herkunftsnachweisen?

Damit das Ganze überprüfbar ist, gibt es ein offizielles System. Für jede Megawattstunde Strom aus einer erneuerbaren Quelle wird ein Herkunftsnachweis ausgestellt. Das ist sozusagen ein Zertifikat, das beweist: „Diese Strommenge wurde wirklich erneuerbar erzeugt." Dein Stromanbieter muss für deinen kompletten Verbrauch entsprechende Herkunftsnachweise vorweisen, wenn er das Etikett „100 % Ökostrom" tragen will.

Bei FLEXENERGY haben wir diese Nachweise – sie sind in der Servicepauschale unseres Tarifs enthalten und werden von einer unabhängigen Stelle überprüft.

Heißt das, Ökostrom ist nur Marketing?

Nein, ganz im Gegenteil. Auch wenn der Strom physisch eine Mischung bleibt, hat das System einen sehr realen Effekt:

  • Je mehr Kunden Ökostrom-Tarife buchen, desto mehr Herkunftsnachweise werden gebraucht.
  • Je mehr Herkunftsnachweise gebraucht werden, desto attraktiver ist es, in neue erneuerbare Erzeugungsanlagen zu investieren.
  • Mehr erneuerbare Anlagen bedeuten weniger fossile Erzeugung in der europäischen Strommischung.

Mit anderen Worten: Wenn du Ökostrom buchst, fließt zwar nicht gezielt Sonnenstrom in deine Lampe – aber du sorgst dafür, dass mehr erneuerbare Energie ins Gesamtnetz fließt. Das ist real und messbar.

Was Österreich besonders macht

Österreich hat einen der höchsten Ökostrom-Anteile Europas. Rund 87 % des in Österreich erzeugten Stroms kommen aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus Wasserkraft. Das ist ein Riesenvorteil – die Wasserkraftwerke laufen rund um die Uhr und liefern grundlastfähige erneuerbare Energie. Bis 2030 soll der gesamte österreichische Stromverbrauch bilanziell zu 100 % aus Erneuerbaren gedeckt sein. Das ist im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) festgelegt.

Was du bei einem Ökostrom-Tarif beachten solltest

  • Frage nach dem Herkunftsnachweis. Seriöse Anbieter können ihn vorzeigen.
  • Frage, ob die Nachweise aus Österreich oder aus anderen europäischen Ländern kommen. Beides ist legal, aber lokale Zertifikate sind aussagekräftiger.
  • Achte darauf, dass der Anbieter die Aussage „100 % Ökostrom" nicht zur Beruhigung verwendet, sondern auch sonst transparent kommuniziert. Bei FLEXENERGY findest du alle Tarifdaten offen zugänglich.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

  • Ökostrom ist eine bilanzielle Garantie, keine physische – das ist kein Trick, sondern liegt an der Natur des Stromnetzes.
  • Trotzdem hat die Wahl eines Ökostrom-Tarifs einen realen Effekt: Sie unterstützt den Ausbau erneuerbarer Erzeugung.
  • Bei FLEXENERGY ist 100 % Ökostrom mit Herkunftsnachweis im Tarif inklusive – ohne Aufpreis.

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