Was macht ein Smart Meter?
Früher gab es nur diese alten, runden Stromzähler mit der drehenden Scheibe. Einmal im Jahr kam jemand vorbei, las die Zahl ab, und du bekamst eine Jahresrechnung. Punkt.
Ein Smart Meter ist die moderne Version davon. Statt einer Scheibe hat er einen Bildschirm. Statt einmal im Jahr abgelesen zu werden, sammelt er deine Daten viel öfter und schickt sie automatisch an den Netzbetreiber. Du musst nichts tun.
In Österreich werden Smart Meter seit ein paar Jahren flächendeckend eingebaut – wenn du noch keinen hast, bekommst du ihn vermutlich irgendwann. Die Installation kostet dich nichts.
Was bringt mir das?
- Du bekommst genauere Abrechnungen, weil dein tatsächlicher Verbrauch erfasst wird – nicht mehr nur grobe Schätzungen.
- Du kannst monatlich abrechnen statt einmal im Jahr. Keine Schreckmomente mehr durch eine hohe Nachzahlung im März.
- Du kannst dir online ansehen, wie viel Strom du wann verbrauchst. Das hilft, Stromfresser zu erkennen.
Die wichtige Sache mit IMS und IME
Hier kommt etwas, was die meisten Leute nicht wissen: Dein Smart Meter kann in zwei verschiedenen Modi arbeiten. Sie heißen IMS (das ist die Standardeinstellung) und IME. Vom Namen her klingt das langweilig, aber der Unterschied ist riesig, wenn du einen Marktpreis-Tarif hast.
IMS – die Standardeinstellung
Bei IMS schickt dein Smart Meter nur einmal pro Tag eine Zahl ans Netzbetreiber-System: deinen Tagesverbrauch. Also „du hast heute insgesamt 8 kWh verbraucht". Wann genau du diese 8 kWh verbraucht hast – das interessiert das System nicht.
Das Problem: Wenn du einen Marktpreis-Tarif hast und nachts dein E-Auto lädst (wo der Strom günstiger ist), wird das nicht erkannt. Das System rechnet einfach „naja, so ein Durchschnittstag halt, verteilen wir das mal gleichmäßig über den Tag". Dein günstiger Nachtstrom kommt bei der Abrechnung nicht voll an.
IME – die bessere Einstellung
Bei IME schickt dein Smart Meter alle 15 Minuten genau, wie viel du in dieser Viertelstunde verbraucht hast. Das System weiß also: „Aha, von 2 bis 3 Uhr nachts hat der 5 kWh fürs E-Auto-Laden gebraucht – und in dieser Stunde war der Strompreis sehr niedrig." Genau das landet auf deiner Rechnung. Du zahlst tatsächlich den Nachtpreis.
Wie aktiviere ich IME?
Die Umstellung auf IME ist kostenlos. Es gibt zwei Wege:
- Beim Wechsel zu FLEXENERGY direkt mitbestellen: Im Online-Formular gibt es ein Häkchen „IME aktivieren". Wir machen den Rest beim Netzbetreiber.
- Direkt beim Netzbetreiber beantragen: Auch ohne Wechsel kannst du jederzeit selbst auf IME umstellen. Dein Netzbetreiber hat dafür meist ein Webformular.
„Wird das Ding mich überwachen?"
Das ist eine berechtigte Frage. Die kurze Antwort: Nein, nicht in dem Sinn, wie du vielleicht denkst. Auch im IME-Modus werden die Daten verschlüsselt übertragen, und niemand kann live sehen, wann du den Wasserkocher einschaltest. Die 15-Minuten-Werte werden vom Netzbetreiber gespeichert und einmal täglich gesammelt übertragen. Eine Echtzeitüberwachung gibt es nicht. Das Ganze ist datenschutzrechtlich streng geregelt.
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