Aktueller Strompreis Österreich – EPEX SPOT Tagespreise 2026

Wer in Österreich einen Stromtarif abschließt, wird unweigerlich mit einer Vielzahl von Begriffen konfrontiert: Arbeitspreis, Grundgebühr, Marktpreis, Day-Ahead, EPEX SPOT, 15-Minuten-Auflösung, Aufschlag, Netzentgelt. Klingt nach einer eigenen Sprache – ist aber im Kern nicht kompliziert. In diesem Ratgeber erklären wir, wie der österreichische Strompreis tatsächlich zustande kommt, was die Strombörse damit zu tun hat und wie Sie als Endkundin oder Endkunde davon konkret profitieren können.

Live: Heutiger EPEX SPOT AT Day-Ahead Preis

Der untenstehende Chart zeigt die Day-Ahead-Preise für Österreich in 15-Minuten-Auflösung – live aus der API. Die Werte sind in Cent pro Kilowattstunde angegeben.

EPEX SPOT AT

Datenquelle: ENTSO-E Transparency Platform · EPEX SPOT AT · exkl. Netzentgelt, Abgaben & MwSt.

Wie entsteht der Strompreis in Österreich?

Was Sie als Endkunde monatlich an Stromkosten bezahlen, setzt sich grob aus drei großen Bestandteilen zusammen: dem Energiepreis, den Netzentgelten und den Steuern und Abgaben. Nur der erste Block – der Energiepreis – wird vom Lieferanten verrechnet und ist beim Anbieterwechsel verhandelbar. Die anderen beiden bleiben gleich, unabhängig davon, von wem Sie den Strom beziehen.

Der Energiepreis selbst entsteht entweder pauschal als Fixpreis – also vom Anbieter über die Vertragslaufzeit kalkuliert – oder dynamisch über die Strombörse. Bei FlexPower Neo wird der Energiepreis zu jeder Viertelstunde neu vom Markt bezogen.

EPEX SPOT AT Day-Ahead erklärt

EPEX SPOT ist die wichtigste Strombörse für den mitteleuropäischen Markt. Sie sitzt in Paris und betreibt die täglichen Auktionen, in denen Energieerzeuger und -händler um den Preis von Strom für den nächsten Tag handeln. Diese Auktion heißt „Day-Ahead", weil sie immer am Vortag stattfindet – konkret jeden Tag gegen 12 Uhr Mittag für den gesamten Folgetag.

Für Österreich ist das relevante Marktgebiet EPEX SPOT AT. Hier wird der Strompreis in Österreich für jede einzelne Viertelstunde des nächsten Tages festgelegt. Das Ergebnis ist eine Preiskurve mit 96 Werten (24 Stunden × 4 Viertelstunden), die je nach Nachfrage und Angebot stark schwanken kann. Mittags, wenn viel Solarstrom ins Netz eingespeist wird, sind die Preise oft am niedrigsten – manchmal sogar negativ. Abends, wenn alle gleichzeitig kochen und der Solarstrom fehlt, steigen sie an.

Typischer Strompreisverlauf über einen TagTypischer Strompreis über den TagBeispielhafter Verlauf – die echten Werte ändern sich täglichgünstiggünstigteuer0:006:0012:0018:0024:00ct/kWh
Mittags drückt der Solarstrom die Preise, abends in der Spitze sind sie am höchsten. Wer flexibel ist, profitiert.

Wie funktioniert die Auktion?

Sehr stark vereinfacht: Erzeuger geben jeden Tag bis 12 Uhr Verkaufsgebote ab („Ich kann morgen um 14 Uhr 100 MWh für 50 EUR/MWh liefern"). Versorger und Großhändler geben Kaufgebote ab. Die Börse führt für jede Viertelstunde Angebot und Nachfrage zusammen. Der Schnittpunkt der beiden Kurven ist der „Market Clearing Price" – also genau der Preis, zu dem der Strom für diese Viertelstunde gehandelt wird. Alle Erzeuger, deren Gebot unter diesem Preis lag, bekommen den Zuschlag. Alle Käufer, die mehr geboten haben, bekommen den Strom.

Diesen Mechanismus nennt man Merit Order. Er sorgt dafür, dass immer der günstigste verfügbare Strom zuerst eingespeist wird – also typischerweise Wind, Wasser und Sonne, deren Grenzkosten quasi bei null liegen.

Strompreis-Entwicklung in Österreich

Der österreichische Großhandelspreis hat in den letzten Jahren extreme Schwankungen erlebt. In den Jahren bis 2020 lagen die Day-Ahead-Preise typischerweise zwischen 30 und 60 EUR pro Megawattstunde – das entspricht 3 bis 6 Cent pro Kilowattstunde. Mit der Energiekrise ab 2022 schnellten die Preise zeitweise auf über 400 EUR/MWh. Seit Mitte 2024 hat sich der Markt wieder weitgehend normalisiert, wobei einzelne Tage mit hohen oder sehr niedrigen Preisen weiterhin vorkommen.

Zwei Trends prägen die Zukunft: Erstens nimmt die Volatilität tendenziell zu, weil immer mehr Wind- und Solarenergie ins Netz eingespeist wird, deren Erzeugung wetterabhängig ist. Zweitens werden günstige Stunden (mittags mit viel Sonne, nachts mit wenig Last) für Endkundinnen und Endkunden tendenziell noch attraktiver, sofern sie ihren Verbrauch dorthin verschieben können.

Fixpreis oder dynamischer Tarif – wann lohnt sich was?

Die Antwort hängt davon ab, wie Sie Strom verbrauchen und wie Sie zu Risiko stehen. Ein dynamischer Tarif wie FlexPower Neo lohnt sich in der Regel dann besonders, wenn Sie:

  • einen Smart Meter haben und Ihren Verbrauch zumindest grob steuern können,
  • elektrifizierte Großverbraucher wie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe besitzen,
  • nachts oder am Wochenende laden bzw. heizen können,
  • bei einer Volatilität ein paar Cent in der Spitze in Kauf nehmen, um im Schnitt vom günstigen Marktpreis zu profitieren,
  • maximale Transparenz über die Zusammensetzung Ihres Strompreises wünschen.

Ein klassischer Fixpreis-Tarif passt besser, wenn Sie einen sehr stabilen, gleichmäßigen Verbrauch haben, kurzfristig keine Veränderungen wollen und Wert auf monatlich identische Stromkosten legen – auch wenn diese im Schnitt etwas höher sein können.

So nutzen Sie den dynamischen Tarif optimal

Wer mit einem Floater-Tarif wie FlexPower Neo das Beste aus dem Marktpreis herausholen will, sollte ein paar einfache Verhaltensweisen kennen:

  • Smart Meter auf IME stellen. Nur mit der Erweiterten Einstellung IME werden Ihre echten Viertelstundenwerte den jeweiligen Marktpreisen exakt zugeordnet. Mit der Standardeinstellung IMS bekommen Sie nur einen synthetisch berechneten Tagesdurchschnitt – günstige Nachtstunden kommen damit nicht voll bei Ihnen an. Mehr im Ratgeber zu Smart Meter und IME.
  • Großverbraucher zeitlich verschieben. Wäschetrockner, Geschirrspüler, Wallbox und Heizstab laufen idealerweise dann, wenn der Marktpreis niedrig ist – also typischerweise nachts und mittags.
  • Live-Daten einsehen. Auf der FLEXENERGY-Startseite zeigen wir Ihnen jederzeit den günstigsten Strompreis des heutigen Tages. So wissen Sie, wann sich Verschieben lohnt.
  • Realistisch bleiben. Niemand muss seinen Alltag komplett an Strompreise anpassen. Schon kleine Verhaltensänderungen reichen, um spürbar vom günstigen Marktpreis zu profitieren – sofern man bereit ist, mit der natürlichen Volatilität zu leben.

FLEXENERGY

Echten EPEX SPOT Preis als Endkunde nutzen

FlexPower Neo gibt den österreichischen Day-Ahead-Preis viertelstündlich an Sie weiter. Transparent, ohne Bindung. Konditionen im Tarifblatt.

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Häufige Fragen

Wie aktuell ist der EPEX SPOT Preis auf flexenergy.at?
Der angezeigte Live-Chart wird über die offizielle Day-Ahead-API geladen und etwa alle 15 Minuten aktualisiert. Die Werte entsprechen dem für Österreich gehandelten EPEX SPOT AT Day-Ahead in 15-Minuten-Auflösung.
Was bedeutet ct/kWh netto?
Netto-Preise verstehen sich ohne 20 % Umsatzsteuer. Für die Bruttozahlung auf Ihrer monatlichen Rechnung kommen 20 % USt. dazu, hinzu kommen außerdem Netzentgelte und Abgaben.
Können Strompreise an der Börse negativ werden?
Ja. An besonders sonnen- oder windreichen Tagen mit niedriger Stromnachfrage kann der Day-Ahead-Preis ins Negative fallen. Das bedeutet: Erzeuger zahlen Geld dafür, dass jemand ihren Strom abnimmt. Endkunden mit dynamischem Tarif profitieren in solchen Stunden direkt.
Wo sehe ich den österreichischen Strompreis offiziell?
Die offizielle Quelle ist epexspot.com im Marktgebiet AT. Daneben veröffentlicht auch die ENTSO-E Transparency Platform die Preise. FLEXENERGY zeigt Ihnen die gleichen Werte direkt auf der Startseite.

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